*BRÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜLLLLLL*

Und da soll man nicht losprusten…

L ist aus seinem Bett geklettert und soll wieder rein.
Ich “drohe” ihm, dass ich mein Nachtlicht ausknipse, wenn er nicht wieder ins Bett geht. Wirkungslos, also Licht aus.
Der Herr Gatte macht selbiges Spiel, nur dass L sagt, dass er das Licht aushaben möchte. Herr Gatte schwenkt um und “droht”, das Licht an zu lassen, wenn er nicht geht. Das will L dann auch wieder nicht *kicher*

Immerhin ist L jetzt am Ende vom Bett und “liest” uns ein kleines Büchlein vor. Hat sich einen Namen zu dem Kind auf den Bildern ausgesucht (Max) und tut so, als würde er die Geschichte von Max und der Biene vorlesen.

Sonne

L: Ist die Sonne zuhauseeeee?

Herr Gatte: Die Sonne ist im Himmel zu Hause, ja.

L: Oh, der arme Himmel. Ist der tohoood?

*tilt*

Er bringt immer wieder solche Sprüche, die einen aus den Socken hauen. Man steht sprachlos vor diesem Dreikäsehoch und fragt sich, ob das wirklich sein kann. Wunderbar, einfach wunderbar! *strahl*

Rollmops

L2 will sich drehen. Er liegt in der Besucherritze und versucht möppernd, sich dort raus zu rollen :-D
Das klappt leider noch nicht so, wie er es gerne hätte, aber er versucht es immer wieder. Schnauft dabei wie eine kleine Dampflok *schmunzel* Und wenn ich ihn anfeuere oder lobe, strahlt er und gibt sich extra viel Mühe *schmaaaaacht*

Zur Zeit heisst er übrigens L2 Lüllebacke, weil er sabbert wie ein Weltmeister. Seiner Oma sei dank ist er aber auch L2 Sonnenschein, klingt das nicht wunderschön? :-)

von wegen Durchschlafen

War eh klar *g*

Das machts aber auch schon nicht mehr aus, die Nächte sind hier echt das entspannteste, auch wenn ich selbst ziemlich unentspannt liege, weil der Mini ja auf meinem Arm liegt und schläft. So gesehen sind die Nächte, in denen er Hunger hat, entspannter, weil er nach dem Trinken auf der anderen Seite liegt.

Ansonsten ist es wie gewohnt. Er weint. Und weint. Und wenn er nicht weint, weil ich mich mit ihm ins Bett gepackt habe, so wie gerade eben, dann klingelt das Telefon und er weint wieder. Normalerweise finde ich das nicht ganz so schlimm, so ewig gerne telefoniere ich eh nicht, meistens sinds eh Werbeanrufe. Oder die Mama einer Kigafreundin von J, aber mit der telefoniere ich gerne :-)

Jedenfalls war es heute ein wichtiger Anruf. Aber drangehen wäre sinnlos gewesen, meinem Gegenüber hätte es vermutlich das Schmalz aus den Ohren gepustet bei der Brüll-Lautstärke :-p
Zurückrufen geht leider nicht, denn es war die Orthopädiepraxis wegen meinem Terminwunsch für L2, und dort gehen nur Maschinen ans Telefon, die einem erzählen, dass gerade alle Leitungen belegt sind und man gleich durchgestellt wird, allerdings ertönt danach nur noch das tut-tut-tut der besetzten Leitung. Anrufen also unmöglich, man kommt einfach nicht durch. Terminwünsche kann man auch per Kontaktformular äussern, leider fehlt dort eindeutig das Feld für Kommentare. Was bringt es mir, wenn ich zwar in der Auswahl anklicke “sofort, auch mit Wartezeit”, dann aber einen Termin in zwei Monaten zugeteilt bekomme?
Nun ja, ich hab zurückgemailt dass das zu spät ist für einen sinnvollen Therapiebeginn und ich hoffe, ich bekomme einen früheren Termin. Der Kinderorthopäde ist leider sehr beliebt, so dass man immer etwa zwei Monate auf einen Termin warten muss. Dafür fand ich den recht gut, als wir mit L dort waren.

Nun zum Grund für den Terminwunsch. L2 hat ja, wie L es auch hatte, Sichelfüsse. Die haben sich nicht wie gewünscht verändert, so dass wir jetzt den Facharzt draufgucken lassen sollen, damit er entscheiden kann, ob Gipse oder Nachtschienen (Orthesen) notwendig sind. Es bringt uns aber nichts, wenn die Füsschen erst noch zwei Monate krumm wachsen. Bis dahin will der Mini mit Sicherheit auch richtig krabbeln, und das geht mit Gipsen nicht.

Hach ja. Ich würde jetzt nur zu gerne Wäsche machen, mir werden tatsächlich die Windeln von L knapp :-( L2 lässt mich ja nichts tun, und so sammelt sich alles. Gar nicht gut. Aber was soll ich tun? Schreien lassen muss ich ihn so leider schon oft genug, wenn ich etwas für die Großen tun muss oder tatsächlich mal aufs Klo gehen möchte. Nicht dass ich ihn dann alleine lassen würde, nein, im Bad steht die Wippe und in der liegt er dann derweil. Meistens findet er das ganz lustig und betrachtet seine Umgebung, aber manchmal, so wie heute, wird durchgeweint. Hinterher war er total verschwitzt und liegt seitdem schnüffelnd neben mir. Ihn bewusst weinen lassen, damit ich im Haushalt zu irgendwas komme, das ginge gar nicht. Will ich auch nicht, er weint ja, weil er mich braucht. Vielleicht lässt er sich nachher bei Oma ein wenig abstellen, damit ich zumindest eine Ladung Wäsche umschichten und neu waschen kann, und den vollen Korb saubere Wäsche in die Bude stellen.
Ein Gutes hat die Abwesenheit vom Herrn Gatten sozusagen: wir essen bei meinen Eltern, so dass wir hier in der Wohnung kaum schmutziges Geschirr haben, das ich wegräumen muss.

So, der Mini schläft tief, seufzt zwar immer wieder ganz doll, aber ich denke, ich kann den Versuch wagen, mich von ihm loszueisen. Solche Gelegenheiten muss man nutzen ;-)

ooooooooooooooooooooooooooooooommmmmmmmmmmmmmm

Morgens aufstehen – Baby weint.
Nachmittags die Kinder aus dem Kindergarten abholen – Baby weint.
Wieder zu Hause sein – Baby weint.
Einkaufen gehen – Baby weint.
Abendessen – Baby weint.
Warten dass Baby aufhört zu weinen – Baby weint.
Mama auch.
:-p

Ganz im Ernst, ich bin total fertig. Nicht körperlich, sondern überreizt. Mir schwirrt der Kopf vom dauernden Gebrüll, mir klirren die Ohren, weil ich Baby-L2 weinend auf dem Arm gehalten habe. Mir ist jeder einzelne Ton, ob nun von ihm oder sonstwem, zu viel. Sobald ich ein Geräusch höre, das sich hätte vermeiden lassen, würde ich am Liebsten giftigste Blicke um mich werfen.

Die Aussicht darauf, das nächste Woche tagelang ganz alleine durchstehen zu müssen, weil der Herr Gatte beruflich auswärts Termine wahrnehmen muss, ist grandios. Nicht. Danach geh ich erstmal auf Kur oder so. Einen Satz neue Ohren, das jetzt schon matschige Gehirn bitte durch ein neues ersetzen, und dann obendrauf noch ein Lifting, weil die Kummerfalten dann bestimmt festgewachsen sind.

Immerhin ist der Kleine jetzt ruhig, der Herr Gatte hat ihn auf dem Arm und dieser Ortswechsel hat den Durchbruch gebracht. Ich kann aufatmen, denn auch der Herr Gatte ist jetzt ruhig und singt und summt nicht mehr. Nur ein gelegentliches Sccchhhhhhhhhhh, wenn der Kleine dann doch noch einmal ansetzt.

Meine Muskeln entspannen sich, der Krampf in meinem Hirn löst sich langsam und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass mir das nächste menschengemachte Geräusch die Sicherungen raushaut. Das Einzige, was mich noch nahe am Wahnsinn hält, ist das Geräusch vom Fernseher in der Wohnung unter uns. Da muss ich morgen mal drum bitten, den leiser zu machen. Ich werd irr davon, ganz ehrlich. Man hört es nämlich trotz eigenem Fernseher, und wenn man sowieso schon den totalen Geräuscheoverflow hat, ist das einfach viel, viel zu viel.

Angefangen hat der Tag übrigens schon, Baby war wirklich super ruhig und ich habe dem Herrn Gatten zwischendurch tatsächlich eine SMS geschrieben, dass es sooooo angenehm ist, wie Urlaub. Tja, war nur die Ruhe vor dem Sturm, was er vormittags nicht rausgelassen hat, hat er im Rest vom Tag dann weggeschrieen.

Die U-Untersuchung hat übrigens ein paar kleinere Baustellen ergeben, die Nieren müssen vom Facharzt überprüft werden (kennen wir schon, haben hier mehrere), und auch Baby-L2 hat Sichelfüsse wie sein nächstgrösserer Bruder, deswegen müssen wir einen Orthopäden aufsuchen. Ich muss nur organisieren, dass er schnell einen Termin bekommt. Der Kinderorthopäde, zu dem wir gerade gewechselt sind, hat zwei Monate Wartezeit für einen Termin, das ist in so einem Fall zu lange. Aber mal sehen, was sie auf Nachfrage sagen. Wenns nicht schneller geht, muss ich eben nochmal auf die Suche nach einem tauglichen Arzt gehen.
Ansonsten macht er sich aber gut, wiegt 6,2kg, ist 60cm gross und hat auch die Impfungen tapfer ertragen. Klar hat er geweint, aber nur kurz. Wegen dem Schreien weiss ich jetzt auch nicht mehr als vorher. Die Ärztin meinte, es gibt keine Anzeichen für Schmerzen. Das ist ja schonmal was. Er kommt halt einfach noch nicht mit der grossen weiten Welt klar. Meistens sind die Kleinen mit drei Monaten damit durch, es gibt aber auch Kinder, die länger brauchen *soeinshab* Irgendwann hörts dann auf und gut.

Seltsam ist es für mich immer, wenn wir unterwegs sind und Bekannte treffen. Jeder steckt seinen Kopf in den Kinderwagen und bestaunt das süsse, entspannte Baby. Und sagt das auch so. Und fragt, wie es uns so geht. Da grübel ich dann immer, soll ich wirklich sagen, dass er EIGENTLICH überhaupt gar nicht entspannt und ruhig ist und stattdessen stundenlang weint, oder soll ich einfach nix davon sagen und damit aber irgendwo auch ein bisschen Wahrheit vertuschen…denn gut geht es mir natürlich dadurch nicht so sehr, wie es gehen könnte. So lange er ruhig ist, gehts mir schon gut. Wenn er anfängt, zu weinen, gehts mir auch noch gut. Irgendwann wird das aber weniger, bis der Akku langsam leer wird.

L2 ist schon ein sehr individuelles Baby. Auch in anderen Dingen. Er liebt es, möglichst eingemummelt zu sein. Mütze auf (da staunen immer alle anderen Mütter, weil es unvorstellbar ist, dass ein Baby tatsächlich Mützen mag), Decke am Liebsten vor dem Gesicht, im Gegensatz zu seinen Geschwistern lässt er sogar Socken an.
Andererseits ist er genauso gerne ganz nackt. Er liebt Babymassage, Pekip, gewickelt werden.
Das sind totale Gegensätze! Und er ist dann immer ausgesprochen entspannt und gut gelaunt. Für mich sind solche Termine dann Ruheinseln, in denen ich ausnahmsweise mal lange Strecken am Stück total entspannt mit ihm verbringen kann. Nur wir beide, entspannt und ruhig, in Kontakt miteinander, weil wir es geniessen und nicht weil es gerade aus Sicherheitsgründen (er für seine persönliche, ich um sie ihm zu geben und um zu verhindern dass er schreit) notwendig ist. Da liegen Welten zwischen solchen Stunden und unserem Alltag! Ich habe letztens erst zum Herrn Gatten gesagt, er soll sich fürs Pekip einen Tag Urlaub nehmen, damit er auch einmal die Chance hat, sein Baby vollkommen entspannt und zufrieden und wach zu sehen.

Hach ja…der kleine Knopf! Er ist so zuckerzuckersüss, und es tut mir leid, dass er sich seinen Start ins Leben so erkämpfen muss. Vor lauter Weinen kommt er ja selbst nicht so oft dazu, zu lachen.

Im Moment liegt er übrigens schlummernd und schnullernd zwischen uns. Meistens ist dann alles gut für diesen Tag und er wacht nur noch auf, weil er Hunger hat. Selbst das Wickeln für die Nacht bringt ihn dann nicht mehr aus der Ruhe, er verschläft es fast.

So, und nun mein Schlußsatz: seit zwei Tagen schläft er nachts durch ;-)

och nöööööö

Ich maaaag nicht!

Heute war eigentlich ein ganz netter Tag, ich war mit L2 ein paar Stunden unterwegs, mit viel Sitzen, also nichts ewig anstrengendes. Trotzdem habe ich mich gegen Ende nicht mehr gut gefühlt, und das setzt sich nun fort und verschlimmert sich. Meine eine Brust tut weh, und ich fühle mich wie durch die Mangel gedreht. So als wäre gerade eine dicke fette Grippe (nein, nicht eine Erkältung…) im Anmarsch. Mit zusitzenden Nebenhöhlen.

Wenn ich jetzt zusammenfasse, habe ich Brustschmerzen (wenn ich mit dem Arm dran komme oder den Arm bewege), Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, anflutenden Schüttelfrost (Gänsehaut und Eisfüsse hab ich schon und es schaudert mich dauernd *brrr*), das Gefühl, dass meine Nebenhöhlenschleimhäute angeschwollen sind, eine laufende Nase, ein tränendes Auge, und insgesamt fühl ich mich einfach nur kaputt und krank.

Das hatte ich ja vor ein paar Wochen schon mal und habe mir ziemliche Sorgen gemacht, dass es eine Mastitis (Brustentzündung) sein könnte. Sowas steht auch diesmal im Raum, man fühlt sich ja nicht einfach so krank ohne dass was ist.

Zusätzlich habe ich heute festgestellt, dass der letzte Insulinpumpenkatheter grottig schlecht gesessen hat. Ich habe ihn vor ein paar Tagen gesetzt, und als ich ihn heute vor dem Duschen abgenommen habe, sah die Stelle unter dem Pflaster ziemlich seltsam aus. Geschwollen, schrumpelig, und in der Mitte ein dickes Loch. Ein Blick auf den abgelösten Katheter hat mir dann schnell Klarheit verschafft: das Schläuchlein war abgeknickt!
So etwas kommt schonmal vor, normalerweise merkt man es aber sehr schnell, denn es durchdringt die Haut so gar nicht erst und die Blutzuckerwerte schiessen innerhalb von zwei, drei Stunden ziemlich in die Höhe. Abgesehen davon tut es beim Kathetersetzen schon weh.
Etwas geschmerzt hat es diesmal auch, aber das ist normal, gerade bei mir zur Zeit. Ich habe das Gefühl, durch die vielen Kaiserschnitte und die grosse Nierenoperation vor ein paar Jahren ist mein Körper so traumatisiert, dass jeder einzelne Pieks am Bauch einer zu viel ist. Ich bin da sehr empfindlich geworden.
Nun ja, danach hat es nicht mehr weh getan, die Werte waren zwar nicht so gut wie gewünscht, sie schwanken aber im Moment durch das Stillen und die Hormonumstellung sowieso. Auffällig hoch waren sie jedenfalls nicht.
Also muss dieser Katheter durch die Haut gedrungen sein – d.h. die Breitseite vom Schläuchlein, nicht die Spitze. Das Ganze hat dann ein paar Tage unter meiner Haut verbracht…

Warum ich davon nichts gemerkt habe? Das kommt davon, wenn man den Katheter auf dem Areal setzt, das noch taub ist :-/ Also, ich fühle da schon einiges, aber anscheinend genau DAS nicht. Ich stelle mir zumindest vor, dass das saumäßig weh tun hätte müssen. Aber durch die Schnitte bei der OP ist das alles…taub :-p Immerhin bilde ich mir ein, dass ich schon wieder etwas mehr spüre als anfangs. Kälte zum Beispiel habe ich zuerst gar nicht mehr gemerkt, wenn ich jetzt aber meine Eisfinger an den Bauch halte, spüre ich das schon.

So, genug über taube Stellen schwadroniert, ich mag das taube Gefühl GAR nicht. Und es ist dieses Mal bedeutend grossflächiger, auf der Seite, auf der die Drainage sass, geht es sogar tief bis zur Leiste.
Beim Schreiben ist mir auch gerade aufgefallen, wie ich dieses Gefühl beschreiben würde: tot. Es fühlt sich an wie ein lebloses Stück Fleisch, das nicht zu mir gehört. Bäh!
Aber gut, man tapscht sich ja nicht ständig an den Bauch, von daher…

Das war mal ein kleiner Ausflug in die Nachwirkungen grosser Bauch-OPs. Übrigens, wer mal gucken möchte, wie in etwa die Schnittführung bei meiner OP war, der kann die Suchmaschinen mit den Suchbegriffen “Bauchdeckenplastik T-Schnitt” oder “Bauchdeckenplastik fleur-de-lys” füttern. Da gibt es ein paar Bilder, auf denen man es ganz gut sehen kann, wobei der Querschnitt bei mir etwas weniger weit nach aussen geht. Dafür ist das Ergebnis auch…anders :-p

Baby-L2 hat heute, als wir zu Hause waren, übrigens wieder stundenlang geweint. Zwischendurch oft getrunken, er wächst gerade, aber das war auch nicht ganz das, was ihm langfristig geholfen hätte. Heute bin ich wirklich fertig gewesen, das tränende Auge hat Gesellschaft bekommen, ich war einfach nur durch. Baby weint, weint, weint, die Großen toben und wuseln, weil sie gerade dabei sind, sich bettfertig zu machen und dabei grundsätzlich sehr lebhaft sind, und jedes auch nur minimalste Geräusch hat den Kleinsten wieder aus dem Schlaf geholt oder noch eine Spur intensiver weinen lassen. Irgendwann ist er gar nicht mehr eingenickt, sondern hat durchgeweint. Wenn man sich dann selbst gar nicht fit fühlt, stresst das unheimlich.
Dafür hat er mich dann zwischendurch nach einer Portion leckerer Milch ganz wundervoll angestrahlt. Mit knuddeligem Gesicht, ganz aufmerksamen, strahlenden Babyaugen…das entschädigt wirklich für alles! *schmacht*

Plaudern :-)

Um euch mal wieder etwas auf den aktuellen Stand zu bringen, einige Splitter aus unserem Alltag ;-)

Baby-L2 mag Pekip! Er liebt es, nackt zu sein, und lässt sich total gerne inspirieren. Bei den ganz kleinen Pekip-Anfängern macht man ja noch nicht besonders viel, man zieht sie aus, legt sie auf ein Handtuch und legt dann z.B. einen kleinen Greifling ins Händchen oder reicht ihnen die Finger, um sie hin und her zu drehen. Ganz einfache Dinge.
Oder man legt sie auf den Bauch, damit sie sich die Welt aus dieser Position angucken können.

Es hat sich heraus gestellt, dass Baby-L2 tatsächlich motorisch recht gut dabei ist. Wenn er sich an meinen Fingern festhalten kann und ich ihn sanft zur Seite rolle, holt er Schwung, um auf den Bauch zu kommen. Und gestern hat er das auch ohne meine Hilfe hier im Bett geübt – wohlgemerkt im Wasserbett, das Bewegungen durch seine Beschaffenheit deutlich schwieriger macht.
Und wenn er beim Pekip auf dem Bauch liegt, versucht er, zu robben. Als ich das gesehen habe, war ich dezent sprachlos. Mal sehen, wie das die nächste Zeit so weitergeht, aber ich vermute fast mal, dass er mit einem halben Jahr krabbeln kann, wenn er so weitermacht!

Die Babymassage ist schon fast wieder vorbei, einen Termin haben wir noch *seufz* Auch das ist etwas, das der kleine Schatz geniesst. Allerdings macht es ihn immer so hungrig, dass er nur die Hälfte mitbekommt, weil er mittendrin dann nachtanken muss. Vorher stillen bringt auch nur ein wenig Zeitaufschub, für die ganze Massagezeit reicht es leider nicht aus.

Nächste Woche hat er die nächste U-Untersuchung. Ich bin sehr gespannt, was die Kinderärztin so zu ihm sagt! Von meiner Seite aus gibts im Grunde nur eins zu besprechen, und das ist sein Weinen. Meiner Meinung nach ist er hart an der Grenze zum Schreibaby – die Definition ist, dass das Baby über mindestens drei Wochen an mindestens drei Tagen pro Woche mindestens drei Stunden am Tag weint. Ich stehe nun nicht mit der Stoppuhr daneben, aber meiner Meinung nach schafft er den Zeitrahmen. Wenn ich nicht alles stehen und liegen lassen würde, würde er noch bedeutend mehr weinen. Leider bleibt dadurch extrem viel im Haushalt liegen, denn sobald ich auch nur daran denke, mich von L2 fortzubewegen, weint er. Am Liebsten liegt er angemuckelt an mich mit so viel Körperkontakt wie es nur geht neben mir im Bett.

Das möchte ich auf jeden Fall ansprechen. Ich glaube zwar nicht, dass die Ärztin mir da grossartig helfen kann, aber man weiss ja nie. Informiert habe ich mich ja selbst schon, und im Grunde hilft am Besten, dem Baby die Sicherheit zu geben, die es braucht. Und ihm einen festen Tagesrhythmus zu bieten. Letzteres klappt hier natürlich nur in dem Maße, in dem die grossen Geschwister es zulassen. Also, nicht nur von ihnen selbst ausgehend, sondern dadurch, dass sie auch Termine haben, mal hierhin und dorthin müssen und solche Sachen. Das kann ich beim besten Willen nicht jeden Tag gleichförmig ablaufen lassen.

Demnächst habe ich auch noch einen Beratungstermin, bei dem die Ursachen und Möglichkeiten durchgesprochen werden. Von der Stelle aus ist mir auch geraten worden, die Kinderärztin nach einer Überweisung zum Osteopathen zu fragen, damit L2 dort einmal durchgecheckt wird. Ich selbst bin skeptisch, Osteopathen fallen für mich unter “alternative Heilmethoden”, und denen stehe ich äusserst skeptisch gegenüber. Ich glaube da einfach nicht dran. Wissen viele von euch Lesern ja auch ;-)
Wenns die Kinderärztin für sinnvoll hält, mache ich es aber. Bei L habe ich damals ja auch den Weg zur Homöopathin nicht gescheut, auch wenn das für mich nichts, wie soll ich sagen…es ist nicht meins.

L macht sich übrigens total cool zur Zeit. Er ist vom Kopf her ein riesengrosses Stück grösser und reifer geworden. Vieeeel vernünftiger, aber auch hartnäckiger, was seine Interessen betrifft. Wenn er powern möchte, macht er das ziemlich eigensinnig. Dafür läuft er aber zum Beispiel brav an der Hand vom Kindergarten nach Hause – etwas, das er vor L2s Geburt nie im Leben mitgemacht hätte!
Schwierig für mich wird es, wenn Baby-L2 geweint hat und ich es endlich geschafft habe, dass er einschläft. Oft dreht haargenau dann L sehr auf und tobt durch die Wohnung. Davon wacht L2 natürlich wieder auf, denn ihm ist dann quasi jeder tiefe Atemzug von anderen schon zu viel :-S Und L versteht natürlich noch nicht, warum er ruhig sein soll, nicht toben, nicht quasseln, singen, laute Spielgeräusche machen…

Ansonsten gehts uns aber gut *g*
Nein, ehrlich, ich bin bei Weitem nicht so gestresst vom Baby-Haben wie bei den anderen Kindern. Ich lasse mich auch nicht so sehr stressen. Da hat L2 sehr viel bewirkt, bei diesem Kind kann man es sich nicht erlauben, unruhig oder angespannt zu sein, denn sonst fühlt er direkt mit und weint. So gesehen hat sein Weinen auch etwas Gutes, er zwingt mich richtiggehend dazu, zur Ruhe zu kommen. Ich kann ja auch nicht wirklich viel machen, d.h. ich sitze die meiste Zeit am Tag mit ihm im Bett und hoffe, dass er nicht weint oder dass er aufhört, zu weinen. Solche Zwangspausen sind körperlich relativ entspannend, die Zeit muss ich mir ja nehmen und kann dann auch was lesen oder ins Internet gehen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, dass ich doch jetzt eigentlich aufräumen oder putzen müsste. Klar müsste ich das, aber dass ich es nicht kann, liegt nicht an mir selbst, also erlaube ich mir, da kein schlechtes Gewissen im eigentlichen Sinn zu haben. Andererseits wird selbst das Internet irgendwann langweilig, wenn man ewig nichts anderes tun kann. Wobei mir, während ich das hier schreibe, auffällt, dass ich die Zeit wirklich bewusst geniessen sollte, denn auch so eine Zeit wird nie wieder kommen, wenn Baby-L2 grösser ist. Irgendwann wird er gelernt haben, selbst zur Ruhe zu kommen, wird verstehen, dass ich auch da bin, wenn er mich nicht spürt, und dass ich wiederkomme, auch wenn ich aus seinem Blickfeld verschwunden bin. Bis dahin sollte ich ihm dankbar sein für das Innehalten und die grosse intensive Nähe, die uns beide verbindet. Dann die ist wirklich ganz, ganz wundervoll! :-)