ooooooooooooooooooooooooooooooommmmmmmmmmmmmmm

Morgens aufstehen – Baby weint.
Nachmittags die Kinder aus dem Kindergarten abholen – Baby weint.
Wieder zu Hause sein – Baby weint.
Einkaufen gehen – Baby weint.
Abendessen – Baby weint.
Warten dass Baby aufhört zu weinen – Baby weint.
Mama auch.
:-p

Ganz im Ernst, ich bin total fertig. Nicht körperlich, sondern überreizt. Mir schwirrt der Kopf vom dauernden Gebrüll, mir klirren die Ohren, weil ich Baby-L2 weinend auf dem Arm gehalten habe. Mir ist jeder einzelne Ton, ob nun von ihm oder sonstwem, zu viel. Sobald ich ein Geräusch höre, das sich hätte vermeiden lassen, würde ich am Liebsten giftigste Blicke um mich werfen.

Die Aussicht darauf, das nächste Woche tagelang ganz alleine durchstehen zu müssen, weil der Herr Gatte beruflich auswärts Termine wahrnehmen muss, ist grandios. Nicht. Danach geh ich erstmal auf Kur oder so. Einen Satz neue Ohren, das jetzt schon matschige Gehirn bitte durch ein neues ersetzen, und dann obendrauf noch ein Lifting, weil die Kummerfalten dann bestimmt festgewachsen sind.

Immerhin ist der Kleine jetzt ruhig, der Herr Gatte hat ihn auf dem Arm und dieser Ortswechsel hat den Durchbruch gebracht. Ich kann aufatmen, denn auch der Herr Gatte ist jetzt ruhig und singt und summt nicht mehr. Nur ein gelegentliches Sccchhhhhhhhhhh, wenn der Kleine dann doch noch einmal ansetzt.

Meine Muskeln entspannen sich, der Krampf in meinem Hirn löst sich langsam und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass mir das nächste menschengemachte Geräusch die Sicherungen raushaut. Das Einzige, was mich noch nahe am Wahnsinn hält, ist das Geräusch vom Fernseher in der Wohnung unter uns. Da muss ich morgen mal drum bitten, den leiser zu machen. Ich werd irr davon, ganz ehrlich. Man hört es nämlich trotz eigenem Fernseher, und wenn man sowieso schon den totalen Geräuscheoverflow hat, ist das einfach viel, viel zu viel.

Angefangen hat der Tag übrigens schon, Baby war wirklich super ruhig und ich habe dem Herrn Gatten zwischendurch tatsächlich eine SMS geschrieben, dass es sooooo angenehm ist, wie Urlaub. Tja, war nur die Ruhe vor dem Sturm, was er vormittags nicht rausgelassen hat, hat er im Rest vom Tag dann weggeschrieen.

Die U-Untersuchung hat übrigens ein paar kleinere Baustellen ergeben, die Nieren müssen vom Facharzt überprüft werden (kennen wir schon, haben hier mehrere), und auch Baby-L2 hat Sichelfüsse wie sein nächstgrösserer Bruder, deswegen müssen wir einen Orthopäden aufsuchen. Ich muss nur organisieren, dass er schnell einen Termin bekommt. Der Kinderorthopäde, zu dem wir gerade gewechselt sind, hat zwei Monate Wartezeit für einen Termin, das ist in so einem Fall zu lange. Aber mal sehen, was sie auf Nachfrage sagen. Wenns nicht schneller geht, muss ich eben nochmal auf die Suche nach einem tauglichen Arzt gehen.
Ansonsten macht er sich aber gut, wiegt 6,2kg, ist 60cm gross und hat auch die Impfungen tapfer ertragen. Klar hat er geweint, aber nur kurz. Wegen dem Schreien weiss ich jetzt auch nicht mehr als vorher. Die Ärztin meinte, es gibt keine Anzeichen für Schmerzen. Das ist ja schonmal was. Er kommt halt einfach noch nicht mit der grossen weiten Welt klar. Meistens sind die Kleinen mit drei Monaten damit durch, es gibt aber auch Kinder, die länger brauchen *soeinshab* Irgendwann hörts dann auf und gut.

Seltsam ist es für mich immer, wenn wir unterwegs sind und Bekannte treffen. Jeder steckt seinen Kopf in den Kinderwagen und bestaunt das süsse, entspannte Baby. Und sagt das auch so. Und fragt, wie es uns so geht. Da grübel ich dann immer, soll ich wirklich sagen, dass er EIGENTLICH überhaupt gar nicht entspannt und ruhig ist und stattdessen stundenlang weint, oder soll ich einfach nix davon sagen und damit aber irgendwo auch ein bisschen Wahrheit vertuschen…denn gut geht es mir natürlich dadurch nicht so sehr, wie es gehen könnte. So lange er ruhig ist, gehts mir schon gut. Wenn er anfängt, zu weinen, gehts mir auch noch gut. Irgendwann wird das aber weniger, bis der Akku langsam leer wird.

L2 ist schon ein sehr individuelles Baby. Auch in anderen Dingen. Er liebt es, möglichst eingemummelt zu sein. Mütze auf (da staunen immer alle anderen Mütter, weil es unvorstellbar ist, dass ein Baby tatsächlich Mützen mag), Decke am Liebsten vor dem Gesicht, im Gegensatz zu seinen Geschwistern lässt er sogar Socken an.
Andererseits ist er genauso gerne ganz nackt. Er liebt Babymassage, Pekip, gewickelt werden.
Das sind totale Gegensätze! Und er ist dann immer ausgesprochen entspannt und gut gelaunt. Für mich sind solche Termine dann Ruheinseln, in denen ich ausnahmsweise mal lange Strecken am Stück total entspannt mit ihm verbringen kann. Nur wir beide, entspannt und ruhig, in Kontakt miteinander, weil wir es geniessen und nicht weil es gerade aus Sicherheitsgründen (er für seine persönliche, ich um sie ihm zu geben und um zu verhindern dass er schreit) notwendig ist. Da liegen Welten zwischen solchen Stunden und unserem Alltag! Ich habe letztens erst zum Herrn Gatten gesagt, er soll sich fürs Pekip einen Tag Urlaub nehmen, damit er auch einmal die Chance hat, sein Baby vollkommen entspannt und zufrieden und wach zu sehen.

Hach ja…der kleine Knopf! Er ist so zuckerzuckersüss, und es tut mir leid, dass er sich seinen Start ins Leben so erkämpfen muss. Vor lauter Weinen kommt er ja selbst nicht so oft dazu, zu lachen.

Im Moment liegt er übrigens schlummernd und schnullernd zwischen uns. Meistens ist dann alles gut für diesen Tag und er wacht nur noch auf, weil er Hunger hat. Selbst das Wickeln für die Nacht bringt ihn dann nicht mehr aus der Ruhe, er verschläft es fast.

So, und nun mein Schlußsatz: seit zwei Tagen schläft er nachts durch ;-)

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