Hach :-/

Ich ringe mit mir. Eigentlich kann ich diesem Blog nichts mehr hinzufügen. Die Geschichte, wie unsere Familie gewachsen ist, steht hier.

Alles, was uns aktuell beschäftigt, hat mit dem eigentlichen Thema nur insofern zu tun, als dass es uns und unsere Kinder betrifft. Ansonsten wäre es Stoff für mehrere andere Blogs, aber die wird es nicht geben. Mir fehlt zwar die Möglichkeit, mir anonym Dinge von der Seele zu schreiben, aber damit ein Blog funktionieren kann, muss man regelmäßig schreiben. Unsere Themen wären sicher interessant, eines hatte ich ja in einem der letzten Beiträge schon mal angekündigt, und zusätzlich haben wir jetzt noch ein chronisch krankes Kind obendrein, aufmerksame Leser können vielleicht erahnen, worum es geht. Darüber zu berichten würde uns aber noch wesentlich einfacher identifizierbar machen als wir es sowieso schon sind. Und das will ich im Sinn der Kinder nicht.

Aber ich kann eigentlich den Kreis schliessen, indem ich über mein aktuelles Befinden in Richtung Familienplanung erzähle😉

Ich hätte es ja nie erwartet, aber der Wunsch nach mehr Kindern ist tatsächlich vergangen. Ich hatte im Lauf der Zeit ab und zu den Verdacht, doch schwanger zu sein, und habe tatsächlich auch getestet. Doof, klar, aber auch eine Sterilisation kann ja mal schief gehen. Man hat ja keinerlei Möglichkeit, deren Gelingen zu kontrollieren. Da hats die Männerwelt dann doch einfacher, bei denen wird ja hinterher noch mehrfach getestet, ob nichts mehr kommt, was nicht kommen soll.

Mein Zyklus verarscht mich da immer mal wieder. Akkurat war da früher öfter etwas nicht, im Lauf der Jahre wars aber dann doch recht regelmäßig. Auf einmal waren es dann statt vier Wochen sechs, das war mir auch recht, wenn auch anfangs irritierend. Dann haben sich die aber auch nicht mehr so genau an den Kalender gehalten. Mittlerweile kann ich nur noch vermuten, wanns wieder losgeht.

Jedenfalls, wäre da doch nochmal etwas im Anmarsch gewesen, wäre es eben so.

Andererseits kann ich mittlerweile wirklich sagen, ich finde Babies toll, aber nach einem weiteren eigenen sehne ich mich nicht mehr. Ich bin froh und dankbar, dieses Wunder vier Mal erlebt zu haben. Aber meine Lebenswelt hat sich verändert. Ich habe mich Stück für Stück zusammen mit dem Kleinsten von allen Dingen verabschiedet, die ich im Lauf der Zeit mit den Kindern lieb gewonnen hatte. Es hat eben doch alles im Leben seine Zeit. Es bringt einem nichts, Trübsal blasend zurück zu blicken, denn es trübt den Blick darauf, wie es tatsächlich war. Wenn ich daran denke, dass ich keinen Pekipkurs mehr machen werde, kann ich darüber traurig sein. Ich kann mich aber auch daran erinnern, was wir dabei erlebt haben und mich über die Erinnerungen freuen🙂

Ich muss keinen dicken Bauch mehr vor mir her tragen, mir Gedanken darüber machen, ob alles ok ist, darauf achten, nichts falsches zu essen…ich muss nichts babygerecht herrichten in der Wohnung, muss mich nicht mehr über die im Moment als optimal angesehene Babyernährung informieren…ich brauche mir für längere Fahrten keine Gedanken mehr um dauerweinende Babies machen, um kleine wachsende Rücken, die möglichst wenig in der Babyschale transportiert werden müssen…

Ach, es sind so viele Dinge! Die ich ihrerzeit gerne gemacht habe, die selbstverständlich waren. Und die jetzt absolut nicht mehr wichtig für uns sind. Haken dran.

Ich bin gedanklich sogar vom Kindergarten schon ein gutes Stück abgerückt, obwohl wir ja seit gut sieben Jahren ständig dort präsent waren. Mein Blick ist nach vorne gerichtet. Sogar aus der Grundschule ist schon ein Kind raus.

Mittlerweile denke ich manchmal eher daran, wie unser Leben sein wird, wenn unsere Kinder irgendwann alle ausgezogen sind. Jetzt hätte ich fast geschrieben, dass das unvorstellbar ist. Ist es aber gar nicht. Der Moment wird kommen. Selbst wenn eines via Mehrgenerationenhaus ganz nah bei uns bleiben sollte, sind da ja doch noch mehrere, die es eben doch nicht tun werden.

Vielleicht geht der Abschied aus dem Familienleben aber auch ganz anders ab, wenn Enkelkinder kommen und sich sozusagen via Handschlag vom letzten eigenen Kind in unser Leben wurschteln?

Zukunftsmusik.

Im Moment ist alles pures Chaos, aus mehreren Gründen. So am Ende wie im Moment war ich noch nie. Mit ein Grund, warum bloggen nahezu unmöglich ist. Heute habe ich einen freien Vormittag, zumindest habe ich mir den einfach genommen. Zu Hause vorhandene Kinder vor dem Fernseher geparkt, und einfach mal wieder das getan, was ich früher viel öfter konnte – ein paar Stunden am Computer verbringen. Das hat mittlerweile nichtmal mehr am Abend Platz in meinem Leben, weil ich, die ausgesprochene Nachteule, teilweise vor dem gerade aufgeklappten Laptop einschlafe.

Zurück in Richtung Positives…so kann ich den Eintrag ja nicht beenden.

Mir ist gerade eingefallen, dass ich noch erzählen kann, dass L, für und mit dem dieser Blog ja entstanden ist, mittlerweile ein stolzes Schulkind ist🙂 Da war ich gerade noch schwanger mit ihm, und jetzt ist er groß! Ein tolles, strahlendes Kind, ein Seelchen und ein Räuber, der Schalk blitzt ihm aus den Augen, ein super Sportler…:-D

Urlaub

Also, noch nicht, aber bald😉

Der Urlaub dieses Jahr wird so lange sein, wie wir es noch nie hatten. Durch viel Glück und liebe Menschen möglich, sonst wäre das nie im Leben finanzierbar gewesen. Dafür bin ich so unglaublich dankbar!

In den letzten beiden Jahren haben wir ein Urlaubsziel gefunden, das für uns ein absoluter Segen ist.

Entschleunigung.

Ruhe.

Und trotzdem immer Menschen um uns herum, die einfach angenehm sind.

Die Mischung stimmt.

Trotzdem waren die Urlaube einfach zu kurz. Wir sind angekommen, dann brauchten die Kinder einige Tage Zeit, sich zu akklimatisieren. Vom Alltagsmodus in den Urlaubsmodus umzuschalten war nicht ganz einfach für sie. Schwankend zwischen Langeweile und purem Glück, am geliebten Ort angekommen zu sein.

Dann, auch innerlich angekommen, ein paar Tage Genuß, und schon stellte sich das Bewusstsein ein, dass die Tage knapp werden, die Zeit davon rinnt.

Das Gefühl, alles nicht genug gespürt zu haben.

Ich bin wirklich mehrmals alleine und tieftraurig losgestapft, trauernd um die verpassten Gelegenheiten, immer hoffend, dass gerade niemand vorbei kommt und meine Tränen sieht.

Kaum zu Hause kam die Sehnsucht wieder, und trotz ursprünglich anderer Wünsche vom Herrn Gatten war kurze Zeit später schon fürs nächste Jahr gebucht.

Jetzt stehen wir kurz davor, und ich kann mich gedanklich an diesen wundervollen Ort versetzen, es ist, als müsste ich nur die Augen öffnen und wäre da.

 

 

So, und nun zurück in den Alltag…da wir Handwerker ins Haus bekommen, muss an allen Ecken und Enden etwas getan werden. Egal, wie früh man damit anfängt, gegen Ende tun sich doch wieder gefühlt überall Baustellen auf, die man in den paar Tagen bis zur Abfahrt noch beseitigen muss.

Leider streiken die Kinder gerade, so dass zum Vorurlaubsstress, den ich immer habe und der erst endet, wenn ich im Auto sitze und selbiges so weit von zu Hause weg ist, dass sich ein Umkehren für Vergessenes nicht mehr lohnt, noch der Stress im Zwischenmenschlichen kommt.

Das Thema „Zimmer aufräumen“, das im Grunde alle Eltern irgendwo kennen, hat sich hier in Sphären katapultiert, die ich nie im Leben auch nur ansatzweise geahnt hätte.

Mehr mag ich aber gar nicht dazu schreiben, es triggert mich zu sehr.

Ich kehre gedanklich lieber zum Urlaub zurück.

Ich meine, ich hätte schonmal in den letzten beiden Jahren etwas dazu geschrieben, welche Gepäckmengen wir so haben. Sicher bin ich mir aber nicht, also mal ein paar kleine Ausführungen:

Der Herr Gatte packt seine Sachen selbst.

Den Rest übernehme ich.

Ich hatte mir im letzten Jahr eine Packliste ausgedruckt und dachte, ich bräuchte sie für dieses Jahr nur etwas anzupassen. Blöderweise habe ich keine Zahlen notiert, was die Kleidung betrifft. Nur eine Notiz in den alten Urlaubsunterlagen „mehr Socken“.

Gut, ich weiss, dass ich üblicherweise pro Tag ein Paar Socken pro Nase einpacke. Dann sollte meine Notiz wohl aussagen, dass das zu wenig war. Schön und gut, aber selbst wir, die alles in doppelt und dreifacher Menge haben, haben nicht jeweils über 20 Paar Socken in der Schublade.

Dann eben nicht. So schwer es mir fällt, ich muss akzeptieren, dass ich ums Waschen vor Ort nicht herum kommen werde. Es sei denn, die Kinder tragen keine Socken😀

Dann bleibt aber noch der Rest der Kleidung. Auch bei den Unterhosen wird das Ergebnis ähnlich sein, und da bestehe ich darauf, dass sie getragen werden😉 Also doch Waschen.

Wenn man sich die einzelnen Stückzahlen der Klamotten so ansieht, stellt man fest, dass Mädchen praktischer sind als Jungen. Ein Kleid zählt so viel wie ein Tshirt plus kurzer Hose. Leider hat keiner der Jungs auf meinen Vorschlag, Kleider anzuziehen im Urlaub, reagiert. Doofe Kerle!

Also doch ganz viele Teile einpacken.

Der Herr Gatte meinte allerdings, dass auch ein Anhänger nur begrenzt Platz bietet und ich besser nicht für jeden Tag plus etwas zusätzlich Kleidung mitnehmen kann. Schade. Aber gut, das wären dann über 90 Tshirts für die Kinder und mich…ähem. BRAUCHEN tun wir die definitiv, am Ende des Tages ist jedes Shirt durch.

Bei den Hosen wärs noch heftiger, denn man weiss ja nicht, wie das Wetter wird. Also pro Tag eine kurze und eine lange…hihi. Nein. Keine Chance.

Ich habe übrigens einen grossen Koffer fast komplett voll mit Handtüchern, Badetüchern und Geschirrtüchern. Unglaublich, was für ein Volumen die haben! Dabei sind das meiste eh schon so Mikrofaserdinger, die sind ja viel platzsparender. Aber nur eins pro Urlauber ist zu wenig, wir haben vor, so oft es geht schwimmen zu gehen, und drei Wochen lang jeden Tag das selbe Tuch benutzen…uäääääh!

Nimmt hier noch jemand tatsächlich einen Koffer voll Abtrockenzeugs für Mensch und Geschirr mit?? Wenn nicht und ihr seid genauso viele wie wir, meldet euch doch bitte mal und verratet mir euer Geheimnis! Natürlich nur, wenn ihr keine Hotelurlauber seid, die solche Sachen gestellt bekommen😉

Immerhin, Bettwäsche müssen wir nicht mitnehmen. Das hat was!

Und die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort sind auch gut genug, da gibts mehrere Discounter, so dass wir keine Vorräte mitnehmen müssen.

Ausserdem gibts ein offenes Bücherregal, d.h. alles, was ich an Büchern mit hin nehme, kann ich nachdem ich fertig gelesen habe, einfach dort lassen. Allerdings, so wie ich mich kenne, finde ich dort mindestens genauso viel neuen Lesestoff, den ich dann wiederum mit nach Hause schleppe…*hüstel*

Wobei ich diese offenen Bücherregale unheimlich befriedigend finde. Und im ersten Urlaub dort hat mir das auch das Wochenende gerettet. In der Beschreibung stand, dass es eine umfangreiche Bibliothek gibt, also habe ich mir kein eigenes Lesefutter mitgenommen. Blauäugig wie ich war, bin ich davon ausgegangen, dass die Bücher offen zugänglich sind. So kannte ich das aus unseren vorherigen Urlauben. Pustekuchen, die Bücherei hatte zwar mehrmals in der Woche geöffnet, aber bis zur nächsten Öffnung war es mehrere Tage hin. Dafür gabs im offenen Bücherregal etwas, das hat mir die paar Tage gerettet. Das ist fest in meinem Kopf verankert, und so nehme ich jetzt zum zweiten Mal Bücher mit, die ich dort hinstellen werde, mein persönliches Dankeschön :-))

So, eigentlich ist der Beitrag jetzt lang genug. Aber ich finde keinen sauberen Übergang :-p

Übrigens, es ist sehr angenehm, wegzufahren und zu wissen, dass zu Hause alles in guten Händen ist. Trotzdem ist es ein komisches Gefühl, so lange weg zu sein, wir haben ja viele Tiere, und die meisten sind schon recht alt. Einem Teil merkt man das auch deutlich an, und nachdem dieses Jahr irgendwie ein Jahr der Abschiede ist, bin ich mir nicht sicher, was das für den Urlaub bedeutet. Vielleicht mögt ihr ja die Daumen drücken, dass alle Fell-, Schuppen-, Panzer- und Häuschenträger hier ihren Urlaub von uns geniessen und uns topfit wieder in Empfang nehmen werden?🙂

Hm. Das ist jetzt irgendwie als Schlussabsatz auch nicht so dolle. So negativ irgendwie. Das mag ich jetzt auch nicht so stehen lassen.

Also gibts ein Erfolgserlebnis von gestern😉

Die Kinder brauchten allesamt neue Sonnenbrillen. Eingefallen ist mir das kurz vor Ladenschluss, also eben alle Kinder eingepackt und ab in die Stadt. Es hat keine zehn Minuten gedauert und sie waren ausgestattet. Zack und fertig, wow.

Windeln musste ich auch noch kaufen. Ich mag die Stoffwindeln nicht in Maschinen waschen, in denen andere Leute ihre Sachen waschen. Finde ich nicht hitverdächtig. Und jetzt verdränge ich mal die Bilder aus meinem Kopf, was die anderen Leute wohl alles waschen…*schluck*

Jedenfalls braucht der Mini also für den Urlaub normale Windeln. Hoffentlich passen die! Ich hatte noch eine aus dem letzten Jahr gefunden, die in einer Tasche unbemerkt überdauert hat, so dass ich sie ihm probeweise anziehen konnte. Die Grösse passt jetzt auch noch, wenn sich also der Schnitt nicht verändert hat, gehts.

Gerne mache ich das nicht, ich mag den Gedanken einfach nicht, unnötig Müll zu produzieren. Aber in dem Fall…und ein bisschen freue ich mich auch, dass ich die Dinger einfach wegwerfen kann, statt sie waschen zu müssen. Und es ist pro Tag bzw. bessergesagt Nacht ja auch nur eine. Und so eine Packung Windeln ist ja wirklich herrlich klein! Volumenersparnis, denn mit dem Platz, den diese Packung braucht, käme ich bei den Stoffwindeln gerade mal 4-5 Tage hin…und mit nach Hause nehmen müsste ich sie auch wieder. Den Platz nehme ich dann doch lieber für etwas anderes her. Man findet ja doch immer wieder schöne Dinge, die man kauft. Oder kiloweise leckeren Schinken, ungekühlt haltbar (und zu Hause eingefroren noch viel länger)…

Hihi, der Mini hopst gerade in seinem Bett herum und redet von Sommerregen und Urlaub…obwohl er gar nicht weiss, dass ich gerade vom Urlaub schreibe. Anscheinend schwirrt die Luft hier schon davon *g* Den Sommerregen brauch ich allerdings nicht unbedingt, höchstens mal zur Abkühlung, wenns allzu heiss werden sollte.

Ich wünsche euch einen wundervollen Sommer!

 

Bauernschlau

L2 schläft noch bei uns im Schlafzimmer, (oft) in seinem eigenen Bett. Heute will er nicht so richtig in den Schlaf finden und hat dauernd Gründe, warum er aus seinem Bett kommen muss.

Einer der Gründe war, dass er nochmal mit mir kuscheln möchte. Ich habe ihm vorgeschlagen, dass er morgen, wenn der Herr Gatte zur Arbeit geht, ins grosse Bett kommen darf.

Eine Weile quasselte der Zwerg dann über anderes, bis er just fragte, ob Papa jetzt zur Arbeit gehen könnte.

Tricky! Mal eben den Papa wegschicken, damit man eeeendlich aus dem eigenen Bett raus kann❤

 

Oha oha

Hier muss ja dringend Staub gewischt werden! 8-0

Was soll ich sagen…es ist gut ein Jahr vergangen, seitdem ich hier das letzte Mal etwas geschrieben habe. Eigentlich wollte ich jetzt schreiben, warum das so ist, aber – ich kanns nichtmal genau sagen!

Also bringe ich euch einfach mal aufs Laufende. Die Kinderchen wachsen und gedeihen, so sehr sogar, dass sie mir bald über den Kopf wachsen😉

Die beiden Großen sind fleissige Schulkinder, die ihren Alltag prima meistern. Das kann ich ganz stolz mit Fug und Recht so schreiben.

L wird ihnen bald hoffentlich genauso erfolgreich folgen. Ab dem Sommer geht er tatsächlich schon zur Schule! Das ist, gerade im Zusammenhang mit diesem Blog, einfach unglaublich schnell gegangen. Zack und gross.
Er freut sich sehr, findet es spannend, spielt mit seiner grossen Schwester oft Schule, und man merkt ihm sehr deutlich an, dass er Spass daran hat, Wissen anzuhäufen. Klar war er schon immer neugierig, aber in letzter Zeit hat er da einen richtigen Sprung gemacht und sammelt in seinem Kopf interessante Dinge an.
Leider sammelt sich auch allerhand Unfug, der dann schnell wieder rausgelassen werden muss. Was mich das an Nerven gekostet hat, geht auf keine Kuhhaut.
Kleines Beispiel gefällig? Er sieht irgendwo etwas, das man schrauben, drehen oder drücken kann. So schnell kann ich gar nicht Luft holen, um etwas zu sagen, schon sind seine Finger dran und probieren aus. Und während ich sage, er soll das NICHT tun, gehts munter weiter.
GNAAAAA!

Wir haben nicht unbedingt leichte Zeiten hinter uns und stecken nach wie vor mittendrin. Es ist jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung.

Zusätzlich steht das L ja bei uns nicht nur für ihn, sondern mit Nummerierung auch noch für L2, der es ebenso faustdick hinter den Ohren hat. Und immer noch ein Stückchen mehr als die anderen.

Der Zwerg hat sich innerhalb von einem Jahr von einem Wortschatz, der gerade mal um die 10 Wörter gefasst hat, zu einer kleinen Labertasche gemausert. Er geht gerne in den Kindergarten, davor hatte ich ziemlichen Bammel. Aber nach einigen Schwierigkeiten hat er seinen Platz dort gefunden. So individuell wie er auch ansonsten ist, hat er sich dort eingelebt.

In Sachen Lebhaftigkeit steckt er seine Brüder, die beide extrem aktiv sind, locker in die Tasche. Man glaubt das kaum, dass es noch Steigerungen gibt, aber es ist tatsächlich so. Hätte ich früher darüber Bauklötze gestaunt, nehme ich es mittlerweile mit einem resignierten Schulterzucken hin. Ändern kann ichs eh nicht, also muss ich damit leben und das Beste draus machen. Auch wenn ich oft gefühlt am Rande des Wahnsinns bin, weil mich die Bande dorthin treibt.

Kennt ihr das Gefühl, in einem Hamsterrad zu rennen, ohne Ausgang und ohne Bremse?

Das ist in den letzten Monaten leider allzu häufig zu meinem Begleiter geworden. Ich arbeite daran. Mein Weg ist richtig, die Bestätigung bekomme ich immer wieder. Aber es ist schwierig, das auch zu glauben, wenns gerade sehr unrund läuft😉

Dafür lerne ich gerade Neues. Ich bin auch noch da. Und ich muss nicht alles meistern, jonglieren und auf einmal machen. Es kann unheimlich befreiend sein, wenn man etwas bewusst NICHT macht und statt dessen die Zeit nutzt, um durchzuatmen oder einfach das Chaos nicht grösser werden zu lassen, als es sowieso schon ist.
Es passiert nichts, wenn man das so macht. Und dieses Wissen, das tut gut und macht stark😀

Zurück zu diesem Blog. Angefangen hat er als Begleiter zu meiner dritten Schwangerschaft, voller Respekt davor, was uns in dieser Schwangerschaft erwartet und als Dokumentation dessen, was alles geht, wenn man zuversichtlich ist und sich und seinem Körper vertraut. Und genauso, um aufzuzeigen, dass es trotzdem nicht unbedingt so kommen wird, wie man es sich vorstellt.

Danach kam das Zusammenwachsen als kleine Grossfamilie, die Sorgen über die Gesundheit, die nächste Schwangerschaft, das Werden zu einer richtigen Grossfamilie…

Jetzt werden die Zwerge grösser, und die Alarme anders. Das ist wohl einer der Gründe, warum ich so lange nichts geschrieben habe. Ich hätte es nicht erwartet, aber die Zeiten, in denen mir der Kopf vor Babies und Kleinkindern geschwirrt hat, sind tatsächlich vorbei. Ich habe abgeschlossen, meine Familie ist komplett. Ist jemand in meinem Umfeld schwanger, freue ich mich für die neue Familie. Ich brauche es nicht nochmal.

Mein Aufgabenfeld ist ein anderes geworden. Die Aufgaben sind bedeutend schwieriger geworden. Sie drehen sich um die Entwicklung von Kindern, um deren Wahrnehmung, um deren Aktivität, um deren Konzentrationsvermögen…und darum, Schwachstellen in diesen Bereichen wahrzunehmen und den Weg ins Leben trotzdem für alle gangbar zu machen. Sie auf einen guten Weg in ein glückliches, zufriedenes Leben zu bringen.

Die Intention, meine Schwangerschaften mit einem Blog zu begleiten, war unter anderem, anderen damit helfen zu können. Den vielen unsicheren Frauen, die ich in Foren und auch im realen Leben getroffen habe, zur Seite zu stehen.
Vielleicht gelingt mir das auch in den Themenbereichen, die mein Leben jetzt begleiten. Es wird sicherlich nicht zu offen werden, denn ich möchte meine Kinder nicht vorführen. Aber es geht ja auch um mich und das, was mich bewegt.

Ich würde mich freuen, wenn ihr uns weiterhin begleitet. Sechs Leute und Leutchen, jawoooooohl, sechs Stück sind wir! Unglaublich klingt das, finde ich. Unglaublich ist es auch, wenn ich mir ansehe, was sechs Leute an schmutzigem Geschirr produzieren, an Dreckwäsche (allein die Handtücher, die meine Sportler zum Schwimmen pro Woche begleiten!), an allem eigentlich…aber auch an Lebhaftigkeit, an Power, an Lebensfreude, an Konfliktpotential, an Liebe, an einfach allem😀

Übrigens…wenn ihr mal in Urlaub fahrt, zählt doch mal, wie viele Tshirts ihr mitnehmt. Ich hatte im letzten Sommerurlaub über 70 mit, die wir in zwei Wochen Urlaub auch tatsächlich noch waschen mussten…und da war der Herr Gatte nicht mit eingerechnet, weil der seine Sachen selbst einpackt und ich den Teufel tun werde und die auch noch zähle!

Auf ein Neues :-)

Ich wünsche Euch allen da draussen ein frohes neues Jahr!🙂

Unser Weihnachten ist dieses Jahr krankheitsbedingt ganz anders verlaufen als vorher geplant. Da kann man planen und organisieren und was nicht alles, und dann kommt es doch ganz anders, als man denkt. Unser Weihnachten war entsprechend ruhig, wir waren bis auf kurze Spaziergänge zum Luftschnappen einfach nur zu Hause.
Für mich war das nicht zum Genießen, ich mag Weihnachten und die damit verbundenen Treffen mit den Menschen, denen wir wichtig sind, unheimlich gerne. Es bedeutet für uns wenig Stress, weil wir nicht zu viel in die paar Tage laden, aber langweilig wird es auch nicht, weil sich Treffen und „Freiphasen“ ganz wunderbar abwechseln.
Aber es kommt halt auch einfach mal alles anders.

Silvester war dagegen wie immer, und das werden wir, wenn alles klappt, ganz bewusst verändern in Zukunft. Die letzten Jahre waren wir immer weniger zufrieden mit dem alljährlichen, es war einfach zu wenig an Zauber, an Besonderheit in diesen Stunden. Wie wir das mit Hund und einem Haufen Kindern dann hinkriegen werden, steht in den Sternen. Aber wir lieben Herausforderungen😉

Ansonsten kann ich sagen, es waren wieder viel zu viele Geschenke, also, nicht direkt. Aber es gibt fernab der Wunschlisten immer noch dies und jenes, womit sie dann doch wenig anfangen können. Und diese Dinge sind „über“. Auch die Wunschlistensachen sind nicht alle sofort heissgeliebt, manches wird erst auf den zweiten Blick zu einem Renner. Die drei Großen waren auf jeden Fall hinterher sehr zufrieden, sie spielen fast den ganzen Tag mit ihren Geschenken. Und die DVDs, die sie bekommen haben, gucken sie mit Begeisterung alle miteinander🙂
Nur der Kleinste spielt mal wieder nicht. Das war aber auch so zu erwarten. Der Zwerg geniesst sein Leben einfach so😉 Sprachlich hat er übrigens sehr, sehr viel dazugelernt. Die intensive Zeit mit Papa tut ihm unheimlich gut. Er versteht sowieso so gut wie alles, und so langsam bildet er aus den nach wie vor wenigen Wörtern, die er so hat, kleine Sätze. Nach wie vor fehlt ihm ganz viel an Wortschatz, und es sind auch immernoch so einige Wörter, die er einfach nicht mehr benutzt. Aber er sucht sich Wege und Mittel, um uns allen mitzuteilen, was ihm wichtig ist. Das Wort, das er zur Zeit ganz fleissig benutzt und das ihm schon lange „gefehlt“ hat, ist: AUCH! *schmunzel*