Oha oha

Hier muss ja dringend Staub gewischt werden! 8-0

Was soll ich sagen…es ist gut ein Jahr vergangen, seitdem ich hier das letzte Mal etwas geschrieben habe. Eigentlich wollte ich jetzt schreiben, warum das so ist, aber – ich kanns nichtmal genau sagen!

Also bringe ich euch einfach mal aufs Laufende. Die Kinderchen wachsen und gedeihen, so sehr sogar, dass sie mir bald über den Kopf wachsen😉

Die beiden Großen sind fleissige Schulkinder, die ihren Alltag prima meistern. Das kann ich ganz stolz mit Fug und Recht so schreiben.

L wird ihnen bald hoffentlich genauso erfolgreich folgen. Ab dem Sommer geht er tatsächlich schon zur Schule! Das ist, gerade im Zusammenhang mit diesem Blog, einfach unglaublich schnell gegangen. Zack und gross.
Er freut sich sehr, findet es spannend, spielt mit seiner grossen Schwester oft Schule, und man merkt ihm sehr deutlich an, dass er Spass daran hat, Wissen anzuhäufen. Klar war er schon immer neugierig, aber in letzter Zeit hat er da einen richtigen Sprung gemacht und sammelt in seinem Kopf interessante Dinge an.
Leider sammelt sich auch allerhand Unfug, der dann schnell wieder rausgelassen werden muss. Was mich das an Nerven gekostet hat, geht auf keine Kuhhaut.
Kleines Beispiel gefällig? Er sieht irgendwo etwas, das man schrauben, drehen oder drücken kann. So schnell kann ich gar nicht Luft holen, um etwas zu sagen, schon sind seine Finger dran und probieren aus. Und während ich sage, er soll das NICHT tun, gehts munter weiter.
GNAAAAA!

Wir haben nicht unbedingt leichte Zeiten hinter uns und stecken nach wie vor mittendrin. Es ist jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung.

Zusätzlich steht das L ja bei uns nicht nur für ihn, sondern mit Nummerierung auch noch für L2, der es ebenso faustdick hinter den Ohren hat. Und immer noch ein Stückchen mehr als die anderen.

Der Zwerg hat sich innerhalb von einem Jahr von einem Wortschatz, der gerade mal um die 10 Wörter gefasst hat, zu einer kleinen Labertasche gemausert. Er geht gerne in den Kindergarten, davor hatte ich ziemlichen Bammel. Aber nach einigen Schwierigkeiten hat er seinen Platz dort gefunden. So individuell wie er auch ansonsten ist, hat er sich dort eingelebt.

In Sachen Lebhaftigkeit steckt er seine Brüder, die beide extrem aktiv sind, locker in die Tasche. Man glaubt das kaum, dass es noch Steigerungen gibt, aber es ist tatsächlich so. Hätte ich früher darüber Bauklötze gestaunt, nehme ich es mittlerweile mit einem resignierten Schulterzucken hin. Ändern kann ichs eh nicht, also muss ich damit leben und das Beste draus machen. Auch wenn ich oft gefühlt am Rande des Wahnsinns bin, weil mich die Bande dorthin treibt.

Kennt ihr das Gefühl, in einem Hamsterrad zu rennen, ohne Ausgang und ohne Bremse?

Das ist in den letzten Monaten leider allzu häufig zu meinem Begleiter geworden. Ich arbeite daran. Mein Weg ist richtig, die Bestätigung bekomme ich immer wieder. Aber es ist schwierig, das auch zu glauben, wenns gerade sehr unrund läuft😉

Dafür lerne ich gerade Neues. Ich bin auch noch da. Und ich muss nicht alles meistern, jonglieren und auf einmal machen. Es kann unheimlich befreiend sein, wenn man etwas bewusst NICHT macht und statt dessen die Zeit nutzt, um durchzuatmen oder einfach das Chaos nicht grösser werden zu lassen, als es sowieso schon ist.
Es passiert nichts, wenn man das so macht. Und dieses Wissen, das tut gut und macht stark😀

Zurück zu diesem Blog. Angefangen hat er als Begleiter zu meiner dritten Schwangerschaft, voller Respekt davor, was uns in dieser Schwangerschaft erwartet und als Dokumentation dessen, was alles geht, wenn man zuversichtlich ist und sich und seinem Körper vertraut. Und genauso, um aufzuzeigen, dass es trotzdem nicht unbedingt so kommen wird, wie man es sich vorstellt.

Danach kam das Zusammenwachsen als kleine Grossfamilie, die Sorgen über die Gesundheit, die nächste Schwangerschaft, das Werden zu einer richtigen Grossfamilie…

Jetzt werden die Zwerge grösser, und die Alarme anders. Das ist wohl einer der Gründe, warum ich so lange nichts geschrieben habe. Ich hätte es nicht erwartet, aber die Zeiten, in denen mir der Kopf vor Babies und Kleinkindern geschwirrt hat, sind tatsächlich vorbei. Ich habe abgeschlossen, meine Familie ist komplett. Ist jemand in meinem Umfeld schwanger, freue ich mich für die neue Familie. Ich brauche es nicht nochmal.

Mein Aufgabenfeld ist ein anderes geworden. Die Aufgaben sind bedeutend schwieriger geworden. Sie drehen sich um die Entwicklung von Kindern, um deren Wahrnehmung, um deren Aktivität, um deren Konzentrationsvermögen…und darum, Schwachstellen in diesen Bereichen wahrzunehmen und den Weg ins Leben trotzdem für alle gangbar zu machen. Sie auf einen guten Weg in ein glückliches, zufriedenes Leben zu bringen.

Die Intention, meine Schwangerschaften mit einem Blog zu begleiten, war unter anderem, anderen damit helfen zu können. Den vielen unsicheren Frauen, die ich in Foren und auch im realen Leben getroffen habe, zur Seite zu stehen.
Vielleicht gelingt mir das auch in den Themenbereichen, die mein Leben jetzt begleiten. Es wird sicherlich nicht zu offen werden, denn ich möchte meine Kinder nicht vorführen. Aber es geht ja auch um mich und das, was mich bewegt.

Ich würde mich freuen, wenn ihr uns weiterhin begleitet. Sechs Leute und Leutchen, jawoooooohl, sechs Stück sind wir! Unglaublich klingt das, finde ich. Unglaublich ist es auch, wenn ich mir ansehe, was sechs Leute an schmutzigem Geschirr produzieren, an Dreckwäsche (allein die Handtücher, die meine Sportler zum Schwimmen pro Woche begleiten!), an allem eigentlich…aber auch an Lebhaftigkeit, an Power, an Lebensfreude, an Konfliktpotential, an Liebe, an einfach allem😀

Übrigens…wenn ihr mal in Urlaub fahrt, zählt doch mal, wie viele Tshirts ihr mitnehmt. Ich hatte im letzten Sommerurlaub über 70 mit, die wir in zwei Wochen Urlaub auch tatsächlich noch waschen mussten…und da war der Herr Gatte nicht mit eingerechnet, weil der seine Sachen selbst einpackt und ich den Teufel tun werde und die auch noch zähle!

Auf ein Neues :-)

Ich wünsche Euch allen da draussen ein frohes neues Jahr!:-)

Unser Weihnachten ist dieses Jahr krankheitsbedingt ganz anders verlaufen als vorher geplant. Da kann man planen und organisieren und was nicht alles, und dann kommt es doch ganz anders, als man denkt. Unser Weihnachten war entsprechend ruhig, wir waren bis auf kurze Spaziergänge zum Luftschnappen einfach nur zu Hause.
Für mich war das nicht zum Genießen, ich mag Weihnachten und die damit verbundenen Treffen mit den Menschen, denen wir wichtig sind, unheimlich gerne. Es bedeutet für uns wenig Stress, weil wir nicht zu viel in die paar Tage laden, aber langweilig wird es auch nicht, weil sich Treffen und „Freiphasen“ ganz wunderbar abwechseln.
Aber es kommt halt auch einfach mal alles anders.

Silvester war dagegen wie immer, und das werden wir, wenn alles klappt, ganz bewusst verändern in Zukunft. Die letzten Jahre waren wir immer weniger zufrieden mit dem alljährlichen, es war einfach zu wenig an Zauber, an Besonderheit in diesen Stunden. Wie wir das mit Hund und einem Haufen Kindern dann hinkriegen werden, steht in den Sternen. Aber wir lieben Herausforderungen😉

Ansonsten kann ich sagen, es waren wieder viel zu viele Geschenke, also, nicht direkt. Aber es gibt fernab der Wunschlisten immer noch dies und jenes, womit sie dann doch wenig anfangen können. Und diese Dinge sind „über“. Auch die Wunschlistensachen sind nicht alle sofort heissgeliebt, manches wird erst auf den zweiten Blick zu einem Renner. Die drei Großen waren auf jeden Fall hinterher sehr zufrieden, sie spielen fast den ganzen Tag mit ihren Geschenken. Und die DVDs, die sie bekommen haben, gucken sie mit Begeisterung alle miteinander:-)
Nur der Kleinste spielt mal wieder nicht. Das war aber auch so zu erwarten. Der Zwerg geniesst sein Leben einfach so😉 Sprachlich hat er übrigens sehr, sehr viel dazugelernt. Die intensive Zeit mit Papa tut ihm unheimlich gut. Er versteht sowieso so gut wie alles, und so langsam bildet er aus den nach wie vor wenigen Wörtern, die er so hat, kleine Sätze. Nach wie vor fehlt ihm ganz viel an Wortschatz, und es sind auch immernoch so einige Wörter, die er einfach nicht mehr benutzt. Aber er sucht sich Wege und Mittel, um uns allen mitzuteilen, was ihm wichtig ist. Das Wort, das er zur Zeit ganz fleissig benutzt und das ihm schon lange „gefehlt“ hat, ist: AUCH! *schmunzel*

Diabetikerkind

L2 hat sich gerade einen Katheter geschnappt und den Serter (ein kleines Plastik“gerät“, um die Katheternadel unter die Haut zu schiessen), setzte sich hin und wollte sich gerne einen Katheter setzen *umfall*

Habe ich schonmal erwähnt, dass er mein Blutzucermessgerät so weit bedienen kann, dass er es mir schon anwendungsbereit unter die Nase gehalten hat – incl. geladener Stechhilfe? (also, er hat da keine neue Nadel rein gemacht, die war schon drin *g*)

Er findet übrigens, dass sowohl Stechhilfe als auch Serter „aua“ sind. Was ihn aber nicht davon abhält, beides bedienen zu wollen.

Er weiss auch, wo welches benutzt wird. Ob er mal Gesundheits- und Krankenpfleger wird? Oder Arzt?😉

Zu später Stunde

L1 ist wach geworden, während hier der TV lief, und weil gerade etwas über den Bildschirm flimmerte, was zwar nicht schlimm ist, angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit dann aber doch etwas gruselig ankommen könnte, habe ich ihn gefragt, ob alles ok ist.

Seine Antwort war sehr überzeugend und gleichzeitig herzerfrischend: „Yo, baby!“

Lauser

Der Mini ist ein Lausbub.

Im Moment liebt er es, „Unsinn“ anzustellen.

Er räumt meinen Nachttisch ab, öffnet die Schubladen und ich habe keinen Platz mehr, an den er nicht dran kommt *jammer*

Er zwingt uns, Dinge zu tun. Wenn ich aus dem Bett aufstehen soll, MUSS ich meine Brille aufsetzen. Ich MUSS mein Handy mitnehmen und in die Hosentasche stecken.

Er mag keine Kleckereien. Wenn etwas auf den Tisch tropft, muss es direkt weggewischt werden. Sonst beschwert er sich bitterlich.

Und wenn er fertig ist mit dem Essen, müssen wir seinen Teller in Empfang nehmen, den er uns schon hin hält. Oft mit sorgfältig draufgestelltem Becher *schmunzel*

Wenn er irgendwo ein Buch herumliegen sieht, räumt er es auf (dahin, wo es seiner Meinung nach hin gehört – was in den allermeisten Fällen der richtige Ort ist).

Im Moment ist er sehr kreativ, entdeckungsfreudig, und schlau ist er auch.

Andererseits kommt mir vieles etwas schrullig vor, wenn ich ehrlich bin😉 Er ordnet seine Welt ziemlich kategorisch, und wenn dann etwas anders läuft, als er möchte, fuchst ihn das.

Letztens lief eine unserer Katzen unter dem Esstisch herum. Normalerweise sorgt der Hund dafür, dass die Katzen uns beim Essen nicht belagern. Dieses Mal nicht. Das fand L2 gar nicht gut und hat sich bitterlichst beschwert. Die Katze sollte da nicht sein!

Er kommandiert übrigens auch den Hund herum *schmunzel* Viel sagen kann er ja noch nicht, aber mit gerecktem Zeigefinger und deutlichem „Geh!“ den Fellträger weg schicken wollen, das macht er dann doch😉

Seit kurzem schläft er übrigens oft in seinem eigenen Bett. Das steht mit der offenen Seite an unserer Matratze dran, seine Matratze auf der Höhe von unserer. Sein Kissen muss einmal in der Mitte gefaltet sein. Dann lässt er sich schlafend rein legen und zudecken. Ein Mal ist er auch schon drin eingeschlafen, dafür braucht er dann aber doch noch ein Stück von mir zum Festhalten und Ankuscheln:-)

Wenn er abends bei uns im grossen Bett einschlafen möchte, holt er sein Kissen und seine Decke, legt beides zwischen uns und versucht dann, dort einzuschlafen. Versucht deswegen, weil er zur Zeit wieder nicht zur Ruhe kommt abends. Er muss sehr kämpfen, mit Wutanfällen, Beissen und Kratzen. Irgendwann ist er dann erschöpft, mummelt sich bei mir an und schläft ein.

So, und nun werde ich mich dem Mittagessen widmen, war diesmal nur ein kurzes Update😉

Urlaub

Genau da waren wir. Im Urlaub. Mal ein etwas anderer Urlaub als in den letzten Jahren. Zwar auch ein Ferienhaus, dies aber in einem Familienferiendorf. Mit ganz vielen anderen Familien. Nur Familien. In der Ferien wird nämlich nur an Familien vermietet. Also keine Griesgrämer weit und breit, die sich von Kinder“lärm“ gestört fühlen könnten. Und was noch besser war: man ist dort mit 4 Kindern so überhaupt nicht aufgefallen. Eher selten waren Familien mit nur ein oder zwei Kindern anzutreffen. Freunde zu finden war also garkein Problem.  Es gab so viel zu erleben dort. Geführte Wanderungen, Fussballspiele, bei schlechtem Wetter Tischkicker, Basteln, Tischtennis, Grillparty, Ponyreiten, Kanutouren und und und.

Ich könnte natürlich soooo iel erzählen und auch viele tolle Bilder hier dazu posten. Geht aber nunmal ja nicht.

Wir können diese Art von Urlaub Familien mit (vielen) Kindern nur empfehlen. Und wir werden es wieder tun. Konkret: Für nächstes Jahr ist schon reserviert.:-)